Tennisellbogen vom Üben?

Blog: Tennisarm

Tja, wenn man den Orthopäden Glauben schenken darf, dann kommt der Tennis- oder Golfellbogen in aller Regel weder vom Tennis, noch vom Golfen, denn gerade ich kann mit absoluter und unverrückbarer Sicherheit sagen, dass ich weder Tennis noch Golf spiele 😉

Ich habe aber dennoch einen Tennisellbogen, und einige der Orthopäden, wenn nicht alle, die ich in den letzten zwei Jahren konsultiert habe, waren sichtlich erleichtert, als ich ihnen davon berichtete, eine Online-Musik-Schule zu betreiben. Denn immer just in diesem Moment wurde ihnen schlagartig klar, dass mein Tennisellbogen selbstverständlich vom Spielen meiner Instrumente herrührt und nie und nimmer nicht von irgendetwas anderem.

Nun. Also. Ich hingegen bin der unmaßgeblichen Meinung, dass ich

a) nie Schmerzen beim Spielen hatte und habe und

b) auch viel zu wenig übe, damit das stimmen kann.

Nichtsdestotrotz muss man etwas dagegen tun, denn viele andere Sachen im täglichen Leben sind bisweilen ziemlich unangenehm oder einfach auch unpraktisch, da es gerade so Sachen sind wie Händeschütteln oder ein Glas heben, die enorme Schwierigkeiten machen können. Für den Fall also, dass einer von Euch auch mal einen Tennisellbogen haben sollte, möchte ich Euch gerne kurz und knapp von meinen ´Heilungs´-erfahrungen berichten:

1) Massage? In meinen Augen sinnlos

2) Manuelle Therapie? Siehe Massage

3) Kälte und Wärme? Kein Effekt

4) Cortison-Spritze? Hält nur ein paar Tage ? nutzt daher nichts

5) Muskeln strecken und dehnen? Scheint ein bisschen zu helfen, schadet offenbar nicht, zumindest nicht bei mir, ist aber keine offiziell Empfehlung

6) Osteopathie, scheint zumindest nicht zu schaden, ist schmerzfrei, hat aber bei mir auch nicht geholfen

7) Arm schonen? Hilft bei mir ein bisschen

8) Ultraschalltherapie? Keine Ahnung. Ich hatte nicht den Eindruck, dass es etwas genützt hätte, was aber auch daran lag, dass es in Kombination mit einer Spritze gemacht wurde und genau wie bei der Spritze solo nach ein paar Tagen wieder weh getan hat

9) Akupunktur: Hier hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass sich etwas tut. Die Akkupunktur empfehle ich in jedem Fall, denn sie ist auch normalerweise gesundheitlich unbedenklich. Es gibt da Nadeln mit Silikonüberzug, die ich in jedem Fall empfehle, denn zumindest ich vertrage die ohne überhaupt nicht und habe viel zu starke Schmerzen bei der Behandlung

10) Alternativ gibt es noch die Stoßwellentherapie. Diese ist ein bisschen schmerzhaft (manchmal auch ziemlich, wobei man das natürlich steuern kann), und ich habe neulich jemanden getroffen, der sagte, bei ihm sei nach nur drei Behandlungen der Schmerz komplett weg gewesen und nicht wieder gekommen.

Also mache ich das jetzt auch, war gestern zum ersten Mal dort und werde berichten, wie es sich nach 3 oder 4 Terminen darstellt. Vielleicht haben wir hier die Lösung, und das wäre natürlich für jeden anderen geplagten Musiker auch ein Segen.

Liebe Grüße,
Philip