Neue Ideen beim Musikmachen

Aus dem OpenMusicSchool Blog: neue Ideen beim Musik machen

Manchmal stellt man fest, dass man sich musikalisch ein bisschen in einer Sackgasse befindet. Man kommt einfach nicht weiter, ist nicht so inspiriert und weiß aber nicht so genau, warum das so ist. Wenn man dann einmal alle Dinge wie Stress oder Ablenkungen ausschließt, dann kann es sein, dass man einfach mal seine musikalischen Methoden hinterfragen sollte.

Das heißt, man sollte sich fragen, ob es vielleicht an dem Instrument liegt, mit dem man seit längerem arbeitet:

Gefällt mir diese Tastatur vielleicht im Grunde gar nicht, und hätte ich vielleicht lieber jetzt eine 88er Tastatur mit großen Tasten, nachdem ich ein Jahr oder mehr auf meinem 61er Keyboard gespielt habe?

Nervt es mich, dass meine Gitarre immer so schlecht die Stimmung hält und auch die Veränderung der Saitenlage nicht viel gebracht hat?
Oder dass mein Bass sich so störrisch spielt oder der Sound im Grunde lausig ist?

Ist nicht mein Schlagzeugset ziemlich abgenudelt und schreit nach einem Update?

Oder einfach nur einer zusätzlichen Tom?

Wie wäre es mit einem neuen und inspirierenden Synthesizer oder einem schönen Synth- oder Hall-Plug-In? Oder einem neuen Mikro mit Channel-Strip?

Aber es kann auch sehr empfehlenswert sein, nicht einfach nur bei dem angestammten Instrument zu schauen, sondern endlich auch mal den Blick über den Tellerrand zu wagen. Vielleicht seid ihr mit euren Fähigkeiten am Klavier schon ganz zufrieden, aber es wird mal Zeit, ein paar Euro für eine Gitarre auszugeben und zu erleben, wie schön und berauschend es ist, plötzlich im Stehen spielen zu können oder einfach vor dem Fenster oder wo immer man will. Oder ihr öffnet euch den Drums, die man auch in der Mietwohnung mit Kopfhörern und Bass-Shakern spielen kann und erlebt, wie fantastisch es ist, zu den Lieblingssongs zu spielen und ganz in der Musik zu versinken? Und das schon als Anfänger nach nur einer Woche.

Oder ihr denkt jetzt mal darüber nach, was ihr eigentlich alles Tolles mit Euren PC oder Mac tun könnt, der eh herumsteht. Vielleicht habt ihr noch keine Soundkarte und kein Aufnahmeprogramm. So etwas gibt es ab 50 Euro aufwärts, und damit kann man oft schon direkt loslegen. Vielleicht fehlt es euch einfach nur, mal ein paar Noten oder Akkorde einzuspielen und dann zu dem Eingespielten etwas dazu zu klimpern.

Oder, oder, oder?

Wenn es mal nicht so läuft, dann kann es auch richtig sein, mal Pause zu machen, denn die Musik läuft einem ja nicht weg, wenn man das nicht will. Aber besser ist es in der Regel, wenn man sich mal hinsetzt, die Augen aufmacht und z.B. in einem großen Musikgeschäft ein paar Runden dreht, Instrumente in die Hand nimmt und sich inspirieren lässt.

Denn dann öffnen sich plötzlichen Türen, von denen man gar nicht wusste, dass sie überhaupt da sind. Man entdeckt neue Dinge, hört neue Klänge, erlernt neue Griffmuster und beginnt plötzlich zu verstehen, was die anderen Musiker in unseren Lieblingsbands machen, da wir jetzt zum ersten Fall fühlen können, was sie fühlen.

Ich verspreche euch – das ist ein Rausch, der nie wieder aufhört und der schier endlose Reisen in neue musikalische Welten mit sich bringt.

Liebe Grüße,

Philip