Habt Ihr auch schon einen Festplattencrash gehabt?

Aus dem OpenMusicSchool Blog: Habt Ihr auch schon einen Festplattencrash gehabt?

Nein? Schwein gehabt!

Im Ernst: Ich kenne Leute, die lagern zuhause auf ihrer 5 Jahre alten Festplatte 40.000 Familienfotos. Und sie lagern sie dort und nur dort. Nirgendwo sonst. Absolut nirgendwo sonst. Wenn morgen die Platte einen Headcrash hinlegt, sind die Erinnerungen an die letzten 5 Jahre komplett dahin. Das gab es früher nicht, denn früher hatte man seine Fotos in Alben oder Schubladen oder beidem.

Aber heute – heute gibt es das, dass alles komplett weg ist. Vor allem, wenn man alles auf einer Platte lagert, die noch dazu ein paar Jahre alt ist. Klar, wenn man auch sonst gerne die Dinge dem Zufall überlässt und einen unerschütterlichen Glauben an die IT-Industrie hat, dann kann einem das egal sein. Ich hingegen oute mich als Hasenfuß und habe immer Backups gemacht. Hierzu gibt es verschiedene Wege, z.B.:

1. Backups, die man mithilfe des Betriebssystems anlegt. So etwas gibt es bei Widows 7 und bei Mac OS X sowieso. Viele dieser Lösungen speichern auch ältere Versionen von Dokumenten, sodass man im Bedarfsfall später darauf zurückgreifen kann.

2. Man macht es manuell oder mit einem Zusatzprogramm (ich benutze zum Beispiel ein Programm namens Synchronizer einer Firma namens aborange, aber es gibt auch noch tausend andere) und sichere damit alle paar Wochen meine Daten inkrementell, d.h. es werden nur (automatisch) die Dinge gespeichert, die sich geändert haben oder neu dazugekommen sind. Ich sichere immer auf zwei externe Festplatten (nacheinander) und habe meine Systemplatte sozusagen als Dritte. Das ist altmodisch, aber es ist der Weg, dem ich vertraue.

3. Man kann das über spezielle NAS-Geräte machen, die man einfach kauft, anschließt und nach ein paar Tagen oder Wochen des gegenseitigen Kennenlernens und einander Verstehens auch bedienen kann, um die Backups dann automatisch ausführen zu lassen.

4. Oder man hat immer ein Raid-System mitlaufen, das automatisch die Daten zweimal schreibt, was aber shon ins Geld geht, auch wegen der laufenden Betriebskosten

5. Oder, oder, oder?

Entscheidend scheint mir weniger die Frage nach der Methode, sondern eher der Aufruf, es unbedingt zu machen. Gerade für uns Musiker, die wir unsere musikalischen Bilder ablegen und nicht wieder verlieren wollen, gerade für uns ist es ein Muss, regelmäßig die Daten zu sichern.

Wenn Ihr es noch nicht macht, dann fangt bitte damit an. Es ist nicht schwer, und es kostet auch nicht viel. Es kostet aber in jedem Fall weniger als die bittere Erkenntnis, vor einer klackenden Festplatte zu sitzen und genau in dem Moment zu realisieren, dass nichts mehr geht und alles an Daten verloren ist. Die Songs, die Bilder, die Mails, die Zugangsdaten, die Arbeitsprojekte,?

Muss nicht sein.

Liebe Grüße,

Philip