5 Tipps, wie du richtig lernst

5 Tipps, wie du richtig lernst 1

Ja, aber Üben macht keinen Spaß. Stimmt´s?

Das ewige Herumgesitze und stoische Wiederholen der immer gleichen Sachen ist ziemlich wenig inspirierend, oder?

Genau – das finde ich auch. Und deswegen solltet ihr euch überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, eine Strategie für solche Sachen zu entwickeln, die nicht so viel Spaß machen und die ihr aber trotzdem können wollt.

Als da wären:

(1) Macht es wie die Kinder und arbeitet mit kurzen Übungs-Intervallen. Macht jeden Tag eine Viertelstunde und spielt dann aber auch etwas anderes, um eben nicht nur zu üben.

(2) Wenn man etwas übt und macht keine Pausen bzw. übt zu lange, dann wird das Ergebnis in der Regel erst einmal schlechter mit der Zeit. Macht Euch deswegen aber keinen Kopf, denn schon am nächsten Tag wird es wieder deutlich besser gehen, denn dann sind Kopf und Hände ausgeruht.

(3) Sehr praktisch: Euer Kopf arbeitet über Nacht für euch. Probiert es einmal aus. Übt etwas bis zu dem Punkt, an dem ihr es einigermaßen könnt. Noch nicht perfekt, aber eben einigermaßen. Am nächsten Tag wird es in der Regel schon viel besser klappen. Euer Kopf hat über Nacht die Bewegungsmuster weiter verarbeitet. Wer das schon mal erlebt hat, der weiß, wie umwerfend sich das anfühlt.

(4) Immer langsam üben. Wenn ihr zu schnell macht und rumfuddelt, dann gewöhnt ihr euch diese ´Unpräzision´ an und werdet sie – das ist die große Gefahr dabei – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht wieder los. Es gibt kaum etwas Schwereres in der Musik, als sich Schlampereien wieder abzutrainieren. Auch hier gilt: Macht es wie die Kinder. Langsam, Tag für Tag – die Geschwindigkeit kommt ganz von allein.

(5) Übt wenn möglich mit Metronom, um ein Gefühl für den Takt und die Geschwindigkeit bzw. den Rhythmus zu entwickeln. Das hat zudem den Vorteil, dass Ihr – siehe Punkt 4 – immer schön gleichmäßig übt und nicht zwei Noten schnell und dann drei langsam spielt. Das gilt sowohl für das Üben von Akkorden als auch für Notenfolgen. Ideal ist, wenn ihr sogar statt eines Metronoms einen Beat (z.B. von einem Drumcomputer oder einen Loop vom Sequenzer) benutzt, denn das macht eindeutig viel mehr Spaß als das Metronom und ist dadurch inspirierender.

Viel Spaß beim Spielen,

Dein Philip