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Für Elise

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 

Der Beginn von Für Elise

Für Elise ist eine Komposition von Ludwig van Beethoven aus dem Jahre 1810. Es handelt sich um das Klavierstück in a-Moll, WoO 59.

Das kurze, leicht spielbare Stück gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Werken bei Klavierschülern, denn auch ohne viel technisches Können wird ein ansprechender Gesamteindruck erzielt und ein „echter Beethoven“ zu Gehör gebracht: Die Anforderungen an das Zusammenspiel beider Hände sind gering, das Hauptmotiv wird oft wiederholt, ein langsames Spieltempo schmälert das Ergebnis nicht.

Es gibt einige Theorien zur Identität der Elise, allerdings gilt keine davon als bewiesen. Unter anderem wird vermutet, dass die Komposition ursprünglich Therese Malfatti von Rohrenbach zu Dezza (* 1. Januar 1792 in Wien † 27. April 1851 in Wien), der Tochter des Großhändlers Jacob Malfatti (ab 1806 Malfatti von Rohrenbach zu Dezza, 1769–1829)[1], gewidmet war und die Widmung Für Therese trug. Beethoven beabsichtigte 1810, sich mit Therese von Malfatti zu verloben. Die Verlobung kam jedoch nicht zustande.

Es kann als sicher gelten, dass Ludwig Nohl, der das Klavierstück 1865 in Münchner Privatbesitz entdeckte, die Widmung auf dem Autograph der Komposition falsch transkribierte. Das Autograph, das wahrscheinlich über Rudolf Schachner, den Hausfreund Therese von Malfattis, nach München kam, ist heute verschollen.

 

Quellen

  • Ludwig Nohl, Neue Briefe Beethovens, Stuttgart 1867, S. 28–33 (Erstdruck, zugleich einzige Quelle)
  • Max Unger, Beethoven and Therese von Malfatti, in: Musical Quarterly, Vol. 11 (1925), S. 63–72
  • Michael Lorenz, „Baronin Droßdik und die verschneyten Nachtigallen“. Biographische Anmerkungen zu einem Schubert-Dokument, in: Schubert durch die Brille, Jg. 26 (2001), S. 47–88
  • Sieghard Brandenburg, Der Freundeskreis der Familie Malfatti, Bonn 1985
  • Ludwig van Beethoven, Klavierstück a-Moll WoO 59, Für Elise. Kritische Ausgabe mit Faksimile der Handschrift BH 116, Skizzentranskription und Kommentar von Sieghard Brandenburg, Bonn 2002

Weblinks

 

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